Finde einen Namen für dein Startup – 2/3

Daniel Zanger
June 22, 2018
#branding
3
min

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Solltest du zuvor unbedingt Teil 1 gesehen haben, damit dir die Basics nicht entgehen: Firmennamen finden Teil 1

Daran erkennst du, ob ein Firmenname gut ist

Der Name deines Unternehmens ist tagtäglich in Gebrauch. Wenn du telefonierst, in E-Mails, auf der Webseite, in Präsentationen, der Werbung, auf Visitenkarten, in Interviews und vielem mehr. Du kannst dir also vorstellen, wie sehr ein einfacher und einprägsamer Name eine Rolle spielt.

Der Firmenname ist ein essenzieller Bestandteil deiner Marke. Im besten Fall ist er zeitlos, sympathisch, einprägsam und lässt sich einfach artikulieren. Es steckt eine Geschichte dahinter und er bietet die Möglichkeit von Namens-Erweiterungen. Der Markenname ist “melodisch” und sein Klang passt zu den Werten der Marke. Und zudem ist er möglichst kurz, um auf verschiedenen Kanälen und in allen möglichen Größen (Logo) zu funktionieren.

Die 7 Arten von Firmennamen

Name des Gründers

Viele bekannte Unternehmen verwenden den Namen des Gründers. Er ist definitiv einfacher zu schützen. Zudem schafft diese Art bei Kunden ein gewisses Vertrauen zur Marke, weil er direkt mit einer menschlichen Person in Verbindung steht. Dies kann ein Vor- wie auch Nachteil sein. Klingt der Name gut und lässt sich für alle Zielländer einsetzen, so ist es definitiv eine Überlegung wert. Beispiele: Hillinger, Ford, RyanAir, Ben & Jerry’s.

Metapher

Gefühle, Vorteile oder Eigenschaften einer Marke lassen sich bildhaft mit einer Metapher erzählen. Amazon stammt von “Amazon Rainforest” ab – dem größten Regenwald der Welt mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Weitere Beispiele sind Patagonia, Zappos und Nike – der Siegesgöttin der griechischen Mythologie.

Erfunden

Ein erfundener Kunstname bleibt im Kopf und ist unverwechselbar. Er kann auch leichter geschützt werden. Zudem lässt er Spielraum für Veränderungen im Unternehmen. Brands wie Kodak sind erfolgreiche Beispiele dafür. Zu bedenken ist allerdings, dass die Zielgruppe bei Markteinführung über Produkte oder Services informiert werden muss.

Beschreibend

Im Gegenteil zum erfundenen Namen, gibt eine beschreibende Bezeichnung eine gewisse Richtung vor. SnapChat, RapidShare oder TripAdvisor sind nur einige der zahlreichen, selbsterklärenden Markennamen. Man sollte allerdings bedenken, dass bei wachsendem Unternehmen und Angebot, ein beschreibender Name auch einschränken kann.

Abkürzung

An diese Art von Namen erinnert man sich zum Teil nur schwer. Sieht man von den bekannten Brands wie BMW, GE oder AEG ab. Es kann für neue Marken schwierig sein, in den Köpfen der Kunden zu bleiben. Bei Abkürzungen empfiehlt es sich den vollen Namen in die Kommunikation zu integrieren.

Weggelassene Buchstaben

Manchmal kann es helfen, einzelne Buchstaben eines Namens wegzulassen. Dadurch kann ein einzigartiger Markenname entstehen, welcher geschützt werden kann. Wie Tumblr oder NetFlix. Die Gefahr dabei ist, dass man sich nicht mehr an die Schreibweise erinnert. Deshalb funktionieren diese Namen besser bei einem Online-Business, da man den Namen, selbst bei falscher Schreibweise, schnell finden kann.

Kombinationen

Eine weitere Möglich bietet das Kombinieren der obigen Namensarten. Codecademy, MailChimp und Citibank sind bekannte Beispiele dafür. Grundsätzlich kann man sagen, dass Kunden wie Investoren Unternehmensbezeichnungen mögen, die sie auch verstehen.

Beispiele für erfolgreiche Brand Names findest du auf Quora: www.quora.com/What-are-good-company-and-startup-names

Vorschau

Im nächsten Beitrag erfährst du welche Kreativtechniken wir anwenden, um auf neue Ideen für einen Startup Namen zu kommen.

Daniel Zanger

Daniel ist Markenstratege, Designer und Lektor an der Fachhochschule Technikum Wien Academy. Er hat zuvor als Art Director und User Interface Designer für diverse Agenturen und namhafte Marken in Deutschland gearbeitet.